XING

Facebook

Twitter

Instagram

Bei den Christen gehörte - wie bereits im Judentum - von Anfang an zur Fastenpraxis nicht nur die Enthaltsamkeit von Speise und bestimmten Getränken, es wurde auch immer von Gebeten und Almosengeben begleitet.

Für alle Christen waren die beiden Kartage vor Ostern verpflichtende Fasttage (Karfreitag und Karsamstag), lediglich Kranke waren von dieser Bestimmung entbunden. Manche fasteten aber auch die gesamte Karwoche (Basilius), also sechs Tage, das sogenannte Osterfasten. Das heißt, dass in den Kartagen bzw. in der Karwoche anders gefastet wurde, als in der übrigen Fastenzeit.

In der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts berichtet der Kirchenlehrer Athanasius von einer Fastenzeit von 40 Tagen, daher auch der lateinische Name Quadragesima. Dabei orientierte man sich an Moses auf dem Berg Sinai, bevor er die Tafeln mit den Zehn Geboten erhielt.

Basilius schreibt dazu in seiner Fastenrede (Kap. 5): „Von Moses wissen wir, dass er unter Fasten auf den Berg ging. Denn er hätte es nicht gewagt, den rauchenden Berg zu besteigen, und nicht den Mut gehabt, in die Wolke zu hineinzugehen, hätte er sich nicht durch Fasten gewappnet. Unter Fasten erhielt er das durch den Finger Gottes auf die Tafeln geschriebene Gesetz.“

40-tägiges Fasten ist auch von Elias und von Jesus überliefert. Damit würde die Fastenzeit sieben Wochen umfassen. Weil jedoch die Sonntage aus dem Fasten herausgenommen wurden, verlängerte man die Fastenzeit um vier Tage, deshalb beginnt die Fastenzeit an einem Mittwoch, dem Aschermittwoch, und nicht an einem Montag.

Später entwickelte sich als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest eine weitere Fastenzeit: Der Advent. Weitere Fasttage waren die Quatemberfasten, hier wurde in den Wochen nach Quadragesima, Pfingsten, dem 14. September (Kreuzerhöhung) und dem 13. Dezember am Mittwoch, Freitag und Samstag gefastet. Der Ursprung dieses Brauches könnte in vorchristlichen, bäuerlichen Festen liegen.

Individuelle Fasten wurden auch für Sünder als Aufgabe der Buße verhängt, so auch in der Klosterregel des Hl. Benedikt.

Letzte Änderungen