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Thymian ist seit Tausenden von Jahren eine beliebte Arznei- und Gewürzpflanze. Schon die Antike kannte Rezepturen mit Thymian  gegen Husten und andere Beschwerden der Atemwege. Der berühmte griechische Arzt Dioskurides (1. Jh. n. Chr.) ließ Thymiankraut mit Honig vermischt als ein auswurfförderndes Mittel lutschen. Die griechischen Ärzte schätzten bereits das besonders wirksame ätherische Öl des Thymians, wie der Name zeigt: Er kommt von dem griechischen Wort „Thymiama“, was „Räucherwerk“ bedeutet. Dieser Begriff spielt auf die Duftwolke an, die sich um den Thymian ausbreitet, und die auf sein ätherisches Öl zurückzuführen ist.

Thymian - Thymus vulgaris L.Im frühen Mittelalter brachten die Mönche den Thymian zusammen mit anderen Heilkräutern aus dem Mittelmeerraum in die Gebiete nördlich der Alpen. In dem wichtigsten Werk der Klostermedizin, dem ‚Macer floridus’ aus dem 11. Jahrhundert schreibt der Benediktiner Odo Magdunensis: „Das Pulver (des Krautes) mit gekochtem Honig vermischt und eingenommen, treibt durch Auswurf zähen Schleim aus der Brust heraus - ich hab es oft geprüft und stets als wahr erfunden.“
Diese Aussage wird durch die moderne Forschung belegt. Wir wissen heute, dass das Thymiankraut ein vorzügliches Hustenmittel ist, welches die Bakterien abtötet, den Auswurf fördert und außerdem einen krampflösenden Effekt besitzt, der für das Abhusten sehr hilfreich ist. Die Hauptwirkstoffe sind neben dem ätherischen Öl Labiatengerbstoffe und Flavonoide. Sie haben antivirale und antibakterielle Eigenschaften und können so die Krankheitserreger bei einem Erkältungsinfekt direkt bekämpfen. Thymianpräparate werden auch bei Keuchhusten und Asthma eingesetzt.

In früheren Zeiten wurde Thymian auch äußerlich als Mittel gegen Warzen, Insektenstiche, Kopf- und Gliederschmerzen verwendet. In der Erfahrungsheilkunde gilt Thymian als Magenmittel.