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Der Internethandel mit Produkten, die das schwach psychoaktive Cannabidiol (CBD) enthalten, bommt regelrecht. Da ist es nicht verwunderlich, dass auf dem Markt auch jede Menge Angebote erhältlich sind, die nicht das enthalten, was auf dem Etikett steht. Für die medizinische Verwendung ist das fatal. In den USA haben sich Wissenschaftler deshalb 84 Produkte von 31 verschiedenen Firmen genauer angesehen und die Inhaltsstoffe analysiert. Das Ergebnis ist vernichtend: Fast 70 Prozent aller Proben waren falsch deklariert.

Im Rahmen ihrer Untersuchung haben sich die Autoren 40 CBD-Öle, 20 Tinkturen sowie 24 Zubereitungen zur Verdampfung (Vaporisierung) genauer angesehen. Die zugestandene Fehlertoleranz wurde bei 10 Prozent festgelegt, die Produkte mussten also mindestens 90 Prozent und höchstens 110 Prozent der angegebenen Mengen an CBD enthalten.

Bei den Ölen lagen 18 Produkte (45 %) innerhalb der Toleranzgrenzen, bei den Tinkturen nur 5 (25 %) und bei den Produkten zur Verdampfung lediglich 3 (12,5 %). Bei Ölen und Tinkturen halten sich Unter- und Überschreitungen der Toleranzgrenzen etwa die Waage, bei den Zubereitungen zur Verdampfung waren jedoch 18 Produkte (75 %) unterdosiert.

Ebenso wurde untersucht, ob die Produkte neben CBD noch weitere, nicht deklarierte Cannabinoide enthalten. Bei 18 Proben (21,4 %) wurde der psychoaktive Wirkstoff Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) gefunden, was insb. eine Verwendung in der Pädiatrie komplett ausschließt.

Literatur:
Marcel O. Bonn-Miller et al.: Labeling Accuracy of Cannabidiol Extracts Sold Online. JAMA. 2017;318(17):1708-1709.

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