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Wilde Malve - Malva silvestris L. – Familie: MalvaceaeBei Hildegard von Bingen trägt die Malve den Namen „Babbela“, abgeleitet vielleicht von 'Pappel', einer gängigen deutschen Bezeichnung im Mittelalter. Hildegard warnt davor, die Pflanze roh zu essen, weil der darin enthaltene Schleim die Körpersäfte verdicke. Tatsächlich besitzt die Malve einen hohen Anteil an Schleimstoffen. Gekocht soll sie nach Hildegard jedoch hilfreich für Magenkranke sein.

Gegen Kopfschmerzen, die von der „Melancolia", der gefürchteten „Schwarzen Galle“, kommen, empfiehlt Hildegard eine Salbe aus Malve, Salbei und Olivenöl. Der Tau, der von der Malve und den Blättern des Birnbaumes, der Eiche und der Buche gesammelt wird, verbessere die Sehkraft der Augen.

Aktuell werden die Blätter und Blüten der Malve wegen ihrer schützenden und reizlindernden Schleimstoffe eingesetzt. Sie können Reizungen im Mund- und Rachenraum, Heiserkeit, Kehlkopfbeschwerden, Halsschmerzen, trockenen Husten und Reizungen der Speiseröhre lindern. In der Erfahrungsmedizin wird die Malve auch bei Entzündungen im Magen-/Darm-Trakt, bei Sodbrennen und Gastritis eingesetzt. Auch äußerlich ist sie in Form von Kompressen, Waschungen und Bädern bei trockener, entzündeter Haut, bei Ekzemen, Neurodermitis, Psoriasis, Juckreiz, Hämorrhoiden, Insektenstichen und Furunkeln heilsam.

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