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Halloween in seiner heutigen Form hat seinen Ursprung im katholischen Irland, die Wurzeln reichen aber vermutlich bis zu heidnischen Totenfesten zurück, die sich erstmals im 8. Jh. nachweisen lassen. Das Wort selbst ist erst seit 1745 belegt und leitet sich von "All Hallows' Eve" ab, das wiederum seit 1556 bezeugt ist.

Heute ist der Kürbis untrennbar mit Halloween verbunden, doch waren es ursprünglich Wurzelgemüse, die zu diesem Anlass verziert und von innen beleuchtet wurden. Auch dieser Brauch stammt aus Irland. Der Sage nach soll ein Trunkenbold namens Jack Oldfield den Teufel gleich zweimal überlistet haben, um seine Seele zu retten. Da er jedoch kein besonders guter Mensch war, durfte er nach seinem Tod nicht in den Himmel. Zwischen Himmel und Hölle in der Dunkelheit gefangen, schenkte ihm der Teufel ein Stück Kohle aus der Hölle. Dieses setzte Jack Oldfield in eine ausgehöhlte Rübe, die er als Proviant dabei hatte. So wandelt er seitdem mit seiner Laterne am Vorabend von Allerheiligen durch die Nacht, woraus sich der Begriff jack-o'-lantern (Jack of [the] lantern) ableitete. Die Sage lässt sich bis ins 17. Jh. zurückverfolgen und existiert in vielfältigen Variationen.

Die gläubigen Iren wollten mit ähnlichen Laternen den Teufel und böse Geister abhalten. Genutzt wurde u. a. die Speiserübe, aber auch Mangold. Als Mitte des 19. Jhds. in Irland aufgrund der Kartoffelfäule eine große Hungersnot herrschte, wanderten etwa 1,5 Millionen Iren nach Amerika aus. In der Neuen Welt ersetzten sie das Wurzelgemüse durch die dort sehr verbreiteten Kürbisse und begründeten somit die heutige Tradition der Kürbisschnitzereien.

Grundsätzlich sind solche Schnitzereien jedoch weitaus älter und lassen sich durch archäologische Funde bis zu den Ursprüngen der Landwirtschaft vor etwa 10.000 Jahren zurückverfolgen. Die Maori schnitzten bereits vor mindestens 700 Jahren Laternen aus Kalebassen.

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