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Tollkirsche - Atropa bella-donna L. – Familie: Solanaceae

Tollkirsche - Atropa bella-donna L., Solanaceae

Hildegard von Bingen schreibt, dass an den Stellen, an welchen die Tollkirsche - ein Mitglied der Familie der Nachtschattengewächse - wachse, der Teufel seinen Einfluss ins Spiel bringe. Sie einzunehmen sei gefährlich. Gegen schwere Geschwüre gibt sie ein Salbenrezept mit Tollkirsche an. Aber auch die Salbe darf nach Hildegard nur vorsichtig in kleinen Mengen äußerlich aufgetragen werden.

Allle Teile der Pflanze, besonders aber die Wurzel, besitzen hochwirksame Alkaloide wie z. B. Hyoscyamin, die bei einer Einnahme schnell zu schweren, auch tödlichen Vergiftungserscheinungen führen können. Als Arzneimittel können ausschließlich standardisierte, d. h. auf einen bestimmten Wirkstoffgehalt eingestellte Fertigpräparate eingesetzt werden. Tollkirschextrakte werden u. a. zur Behandlung von Spasmen und kolikartigen Schmerzen im Magen-/Darmtrakt und in den Gallenwegen verwendet.
Tollkirschzubereitungen gehören zu den sehr stark wirksamen Arzneimitteln für den Magen-/Darmbereich und sind daher keinesfalls Mittel der ersten Wahl.

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