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Heil- und Arzneipflanzen im Überblick:

Der Kümmel aus der Pflanzenfamilie der Doldenblütler (Apiaceae) ist in Mitteleuropa heimisch. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu einem Meter hoch. Ihre sichelförmigen Früchte, im Volksmund Samen genannt, werden vor der Vollreife geerntet, da sie dann den höchsten Gehalt an ihren wirksamen Inhaltsstoffen aufweisen. Die Kümmelfrüchte werden hauptsächlich wegen ihres ätherischen Öles verwendet. Seinen charakteristischen Geruch verdankt das ätherische Kümmelöl seiner Hauptkomponente Carvon, dessen Anteil bis zu 60 Prozent betragen kann.

Kümmel – Carum carviDas ätherische Kümmelöl regt die Sekretion des Magensaftes an und hat einen krampflösenden Effekt auf Magen und Darm. Zudem fördert es die Ausscheidung von Gallensaft und besitzt eine beachtliche Wirkung gegen Pilze.
Kümmel bzw. Kümmelöl gilt als das wirksamste pflanzliche Mittel gegen Blähungen. Deshalb wird der Kümmel auch beim Kochen eingesetzt, um die Verträglichkeit von blähenden Speisen, wie Kohl, Käse und frischem Brot, zu verbessern.

In der Volksmedizin wird Kümmel - wie der nah verwandte Fenchel - zur Förderung der Muttermilch empfohlen. Kümmelfrüchte sollen auch bei nervösen Herz- und Magenbeschwerden wirksam sein.
Äußerlich kann das Kümmelöl wegen seiner durchblutungsfördernden Wirkung bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt werden.

Kümmel kann als Tee eingenommen werden. Dazu müssen die Früchte vor der Verwendung in einem Mörser angestoßen oder zerdrückt werden, damit das ätherische Öl bei der nachfolgenden Teezubereitung in ausreichendem Maße in das heiße Wasser gelangen kann.
Kümmelextrakte sind in zahlreichen Magenmitteln enthalten.
Kümmelfrüchte helfen nicht zuletzt gegen Mundgeruch. Dazu genügt es, einige Früchte im Mund zu kauen. Einige Mundwässer enthalten Kümmelöl.

Der gewöhnliche Kümmel (Carum carvi) ist nicht zu verwechseln mit dem Schwarzkümmel (Nigella sativa) und dem Kreuzkümmel (Cuminum cyminum). Diese Gewürze geben Speisen aus Indien und dem vorderen Orient ihren typischen Geschmack, werden aber ebenfalls in der Medizin therapeutisch eingesetzt.

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